Campulung, Rumänien März 2013

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Spendenaktion und Hilfsgütertransport - Rumänisches Shelter Campulung

Unser Reisebericht

Donnerstag, 28.03.2013 / 07:00 Uhr – es geht los. Unser Auto ist übervoll mit den gesammelten Spenden für Campulung. Fast 1000 Kilometer liegen vor uns.

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Auf der Strecke von Wien bis zur ungarisch-rumänischen Grenze läuft alles gut, die Grenze ist direkt über eine Autobahn zu erreichen.

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Danach geht es in Rumänien knapp 500 km über eine unsanierte Bundesstraße, auf der auch viele LKWs unterwegs sind – von denen bleiben immer wieder welche im Schlamm hängen.

Während der Fahrt sehen wir neben und manchmal auch auf den Land- und Bundesstraßen wirklich überall und an jeder Ecke Hunde. Hunde, die Mülleimer nach Essbarem durchstöbern, Hunde, die im Abfall am Straßenrand nach Futter wühlen. Meist trifft man die Hunde in der Nähe eines Ortes an, weil dort mehr Müll anfällt. Die unzähligen hungrigen Streuner zu erleben, macht traurig und betroffen, aber es sind einfach zu viele, um jedem zu helfen.

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Nach ca. 14 Std. Fahrzeit und 974 zurückgelegten Kilometer sind wir spät abends in Campulung angekommen. Wir konnten an dem Abend nichts Produktives mehr verrichten, haben uns aber auf die Aufgaben am nächsten Morgen vorbereitet.

Am ersten Tag halfen alle Hände mit, den 40-Tonnen-Spendentruck von Tamara Raab zu entladen.

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Einige Kinder aus Deutschland wollten auch etwas beisteuern und haben Bilder für die neuen Hundehütten gemalt.

Die ersten Eindrücke aus dem Shelter „Anima" in Campulung Muscel, das mit minimaler finanzieller Kraft- dafür aber mit maximalem Einsatz und ganzem Herzen geführt wird.

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Von der Fa. Red Bull hatten wir eine Getränke-Spende erhalten und konnten die Dosen vor Ort verteilen - die Freude der Arbeiter war sichtlich groß.

Auch Franco, der Fahrer des 40 Tonners, hat sich über das Red Bull sehr gefreut.

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Zum Schluss wurde noch der „kleinere Truck" entladen.

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Vor Ort drehte ein Kamerateam aus Rumänien im Auftrag des deutschen Senders ARD Material für eine Dokumentation über die Hundemafia: "Das schmutzige Geschäft mit dem Hundemord in Rumänien".

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In der Sendung „Weltspiegel" wurde die Reportage ausgestrahlt - hier nochmals anzusehen: weltspiegel

Wir hatten in der Vorlaufzeit des Transports für 9 Hunde in Österreich und Deutschland Fix- oder Pflegeplätze finden können. Am Tag vor der Abfahrt mussten die Hunde gebadet werden und somit „reiseschön" gemacht werden.

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Alle 9 Hunde konnten für die Nacht in einem beheizten Raum untergebracht werden und haben dort auf ihr neues Leben gewartet.

Am 3. Tag um 6.30 Uhr sollte es wieder losgehen in Richtung Österreich und Deutschland, diesmal mit den ausreisefertigen Hunden im Gepäck. Ganz besonders hat uns gefreut, dass die Zusammenarbeit mit allen anderen Tierschützer so reibungslos funktioniert hat. Nur auf diese Weise können wir wirklich viel bewirken!

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Und dann ging es los auf die Rückreise - 974 km Richtung Wien.

Nach wieder 13,5 Std. Fahrt sind wir gut mit „unseren" vier Hunden in Wien angekommen. Sie wurden gleich von den schon sehnsüchtig wartenden Pflegestellen in Empfang genommen.

Alle vier sind gesund und freuen sich JETZT ihres neuen Lebens. Wir konnten zwar nur wenigen von den über tausend Hunden zu einem guten Leben verhelfen- aber diese vier Hunde sind jetzt die dankbarsten Tiere.

Wir wollen auch weiterhin das Tiershelter in Campulung mit allen Mitteln unterstützen - und hoffen dabei auf Ihre Hilfe. Futter wird immer gebraucht - und vielleicht können wir für den einen oder anderen Hund einen Fix- oder Pflegeplatz finden, ihm den Start in ein schönes Leben ermöglichen.

Viele Eindrücke wie diese haben wir noch immer im Kopf ...

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Wir werden die Hunde in Campulung nicht vergessen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!